Es war einmal

Eswareinmal01Es war einmal... Wer denkt bei diesen drei Worten nicht an Märchen oder Legenden? Fast ist man geneigt, etwas Leckeres zum Trinken bereit zu stellen, sich zurück zu lehnen und einfach nur zuzuhören.

Das Geschichtenerzähler-Kartenspiel Es war einmal... ist nicht ganz neu. Die Originalversion mit dem Titel Once Upon a Time: The Storytelling Card Game ist bereits 1993 bei Atlas Games erschienen. 1997 dann gab es die erste deutsche Version von Amigo Spiele, 10 Jahre später dann bei Truant. Das nun vor mir liegende Kartenspiel ist die 3. Edition und bei Pegasus Spiele erschienen.

Eswareinmal02Erzählt eure eigenen fantastischen Geschichten über tapfere Helden und deren kühne Abenteuer! so heißt es auf der Rückseite der Spielschachtel. Im weiteren Text wird dann noch genauer auf den Spielablauf eingegangen. Einige abgebildete Spielkarten liefern zudem einen ersten Eindruck vom Spielmaterial. Eine Auflistung des Schacheltinhalts ist dort ebenso zu finden wie die technischen Daten (2-6 Spieler, ab 8 Jahren, ca. 20-40 Minuten). Aufgefallen ist mir auch ein Hinweis auf Erweiterungen durch neue Themendecks.

Material und Spielregel
Eswareinmal03In der Spielschachtel befinden sich 165 Spielkarten im "normalen" Format, genauer gesagt 114 Erzähler-Karten und 51 Märchenende-Karten. Die Erzähler-Karten werden in Handlungs- und Unterbrechungs-Karten unterschieden, die jeweils Charaktere (gelb), Dinge (grün), Orte (rot), Eigenschaften (blau) oder Ereignisse (lila) enthalten und aus den Themendecks Adel, Bürgerliche sowie Kreaturen & Gefahren stammen.

Die 12-seitige Spielanleitung hat annähernd Schachtelformat und bei mir keine Fragen hinterlassen.

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Spielziel
Bei Es war einmal... soll man nicht nur seine eigenen Karten, einschließlich der Märchenende-Karte loswerden, sondern auch eine schöne Geschichte dazu erzählen.

Spielvorbereitung
Karten mischen und austeilen, mehr Vorbereitung ist nicht nötig. Etwas genauer heißt das, dass die Karten von 3 Themendecks (mehr sind in dieser Schachtel auch nicht enthalten) genommen werden und jeder Spieler mehrere Erzähler-Karten, die genaue Anzahl hängt von der Anzahl der Spieler ab, und eine Märchenende-Karte bekommt.

Spielablauf
Karten ausspielen und passend dazu eine Geschichte erzählen, die mit dem eigenen Märchenende abschließt, darum geht es bei Es war einmal.... Zusätzlich haben die Mitspieler jederzeit die Möglichkeit, diese Geschichte zu unterbrechen, die Geschichte fortzuführen und ihre eigenen Karten abzulegen. Der Spieler, der schließlich keine Karten mehr auf der Hand hat und die Märchenende-Karte ausspielt, gewinnt das Spiel.

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Fazit
Das Spielmaterial gefällt mir. Die Karten sind sehr schön gestaltet und erinnern mich an Märchenillustrationen. Die Begriffe auf den Karten sind gut zu lesen und die Farben der verschiedenen Kategorien sind auch während des Spiels gut zu unterscheiden.

Eine Geschichte erzählen und passend zu den gewählten Worten seine Handkarten ausspielen, so kann es durchaus gehen. Wenn man dann noch seine Märchenende-Karte sinnvoll als letzte Karte unterbringt hat man gewonnen. Vermutlich passiert auch genau das bei der ersten Runde die man spielt. Vor allem wenn ein wirklicher Geschichtenerzähler begonnen hat. Und man selbst als Geschichtenerzählerneuling noch nicht so genau weiß, wie das mit dem Unterbrechen geht. Oder auch einfach wissen will, wie die Geschichte denn nun ausgeht.

Meist führte ein solcher Monolog zu einer zweiten Runde, bei der die Redehemmschwelle aller Beteiligten weitaus geringer war. Es kam auch durchaus vor, dass die zunächst gespielten Handkarten eine nette Geschichte ergaben und der Erzähler plötzlich feststellte, dass er beim Erzählen das vorgegebene Märchenende völlig vergaß. Das ist mir selbst in meiner zweiten Runde so passiert. Also hieß es passen und eine Karte nachziehen.

Es war einmal... kann man durchaus auch zu Zweit spielen. Mehr Spaß macht es mir aber wenn mehr Erzähler beteiligt sind. Denn dann wird meistens mehr unterbrochen und die Geschichten werden fantastischer, erhalten teilweise sehr interessante Wendungen. Und zuvor absolut unpassende Karten gehören auf einmal doch zur Geschichte.

Ob Es war einmal... wirklich für jeden etwas ist kann ich nicht sagen. Schließlich muss man sich trauen vor anderen zu reden, das fällt extrovertierten Spielern sicher leichter als introvertierten. Und ein gewisses Maß an Fantasie ist auch nötig. Andererseits schult man beides bei diesem Spiel, und, wenn genügend Geschichtenerzähler dabei sind, kann man sich auch zurücklehnen und genießen.

Auch wenn ich mich öfter dabei ertappe, dass ich einfach nur staunend dasitze und mich wundere was meine Mitspieler alles so in den Karten sehen. Mir macht Es war einmal... sehr viel Spaß.

 

Ich danke Pegasus Spiele für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares

Spiel: Es war einmal...
Autor: Richard Lambert, Andrew Rilstone & James Wallis
Illustration:  Omar Rayyan
Verlag: Pegasus Spiele
Anzahl: 2-6 Spieler
Alter: ab 8 Jahre
Dauer: ca. 20-40 Minuten
Jahr: 2013
Preis: ca. 14,50 Euro (Stand 06.03.2014)

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