Solitaire Chess

Solitaire Chess, 1 Spieler, ab 8 JahrenSchach spielen gegen sich selbst? Diese Frage war sofort in meinem Kopf als ich von Solitaire Chess als weiterer Neuheit von HCM Kinzel hörte. Auch bei diesem Spiel befindet sich das Thinkfun Logo auf der Spielschachtel.

Auf der Vorderseite der Schachtel ist ein Spielfeld abgebildet, auf dem einige Schachfigur stehen. Man kann regelrecht sehen, dass der Springer gerade die Dame vom Spielfeld drängt. Diesmal gibt es sowohl einen Untertitel als auch einen Slogan: Mach´s mit Köpfchen! Auch die "technischen Daten" (1 Spieler, ab 8 Jahren) befinden sich auf dieser Seite.

Die Abbildung auf der Rückseite gibt einen weiteren Einblick auf das Spielmaterial. Auch der Spielablauf selbst wird dort beschrieben. Zum einen geschieht dies mit Worten im Text, zum anderen wird eine Aufgabe und ihr Lösungweg in Wort und Bild gezeigt.

Material und Spielregel
SpielmaterialGeöffnet werden muss die Spielschachtel an der Seite, da es keine der meist üblichen Spielschachteln ist. Im Gegensatz zu den Solitärspielen mit dem Thinkfun Logo, die ich bisher kenne, dient ein weiterer Karton bei Solitaire Chess als zusätzliche Umverpackung.

Sämtliches Spielmaterial ist in der kompakten Box enthalten. In der Schublade unten befinden sich die 10 Schachfiguren (1 König, 1 Königin, 2 Springer, 2 Läufer, 2 Türme, 2 Bauern) aus Kunststoff. Im oberen Teil befinden sich sowohl das 4x4 Spielfeld mit einer Zahlen- und Buchstabenbeschriftung als auch, in einem Fach darunter, die 30 doppelseitigen Aufgabenkarten sowie 2 Anleitungshefte. Die Aufgabenkarten sind in 4 Schwierigkeitsstufen unterteilt und weisen, je nach Schwierigkeitsgrad, mehr oder weniger Figuren auf.

SpielmaterialIm gleichen Format wie die Aufgabenkarten sind auch die Anleitungshefte. Das dickere Heft hat 23 Seiten und beinhaltet neben der deutschen Anleitung auch die Spielregeln auf Französisch und Italienisch. Das mit 15 Seiten dünnere Heft ist komplett auf Englisch, die dort gewählte Schrift ist auch größer. Die Spielregeln sind verständlich beschrieben und beinhalten kleine Bilder. Auf den letzten Seiten der Anleitungshefte gibt es sowohl Hinweise auf den jeweils ersten Zug als auch die Lösungen zu den verschiedenen Aufgaben.

 

Die aktuelle Aufgabe kommt jeweils als oberste in die Box.  Die Schachfiguren sind in einer Schublade unterhalb des Spielfelds.  Spielfeld mit Aufgabenkarten und Schachfigurenschublade

Spielziel
Eine Aufgabenkarte gilt als gelöst, wenn nur noch eine Figur übrig ist.

Spielvorbereitung
Die gewünschte Karte als oberste Karte gemeinsam mit den anderen Aufgabenkarten in die Schachtel schieben und mit der Sicherung fixieren. Anschließend die Figuren wie abgebildet auf das Spielfeld stellen. Das war es auch schon.

Spielablauf
Die Figuren dürfen nur gemäß den Schachregeln bewegt werden, dabei muss immer eine Figur geschlagen werden. Die Türme dürfen also nur waagerecht oder senkrecht, die Läufer nur diagonal, die Springer nur zwei vorwärts-eins zur Seite, die Dame waagerecht, senkrecht und diagonal und der König ein Feld in jeder Richtung ziehen. Wegen der Schlagregel wird der Bauer einen Schritt diagonal bewegt. Wenn schließlich nur eine Figur übrig bleibt, ist die Aufgabe gelöst.

Schublade mit den Schachfiguren  4 unterschiedliche Schwierigkeitsstufen  Aufgabe 1: Noch ohne Figuren Aufgabe 1: 3 Figuren  Aufgabe 60: 8 Figuren, 2 Figuren sind noch übrig  Aufgabe 60: 8 Figuren

Fazit
Nur Lob kann ich dem Spielmaterial leider nicht geben, auch wenn mir die Konstruktion mit der Schublade für die Schachfiguren und dem Fach für die Aufgabenkarten wirklich gut gefällt. So hat man immer alles zusammen und nichts kann so einfach verloren gehen.

Allerdings ist es nicht einfach, sowohl die beiden Anleitungshefte als auch alle Aufgabenkarten vernünftig in dieses Fach zu bekommen. Am Besten geht es noch, wenn man zuerst alle Aufgabenkarten, und anschließend die beiden Hefte einzeln einschiebt. Allerdings wird man das während des Spiels nie machen, denn es dauert einfach zu lange. Aber es gibt ja noch die Möglichkeit, die Anleitungen einfach in die Umverpackung zu legen. Dann ist der Weg zur Lösung auch weiter.

Ein zweiter Schwachpunkt ist der Sicherungsschieber, der alle Aufgabenkarten in dem Fach halten soll. Zumindest bei mir ist er meistens nicht eingerastet, so dass ich auch dieses Teil in der Schachtel "entsorgt" habe.

Positiv dagegen sind die Vertiefungen des Spielfelds, das Spielfeld muss nicht mehr zwangsläufig waagerecht sein, sondern verkraftet auch Neigungen bis zu einem gewissen Winkel ohne dass die Spielfiguren verrutschen. Ein Spiel unterwegs ist somit durchaus möglich.

Gut finde ich, dass sich die Schwierigkeitsgrade der Aufgaben wirklich steigern. Von Aufgabe zu Aufgabe fällt das vielleicht nicht so auf, aber spätestens wenn einige Aufgaben ausgelassen werden merkt man es. Daher wird der Spieler unmerklich im logischen Denken trainiert

Mir persönlich gefällt Solitaire Chess ausgesprochen gut. Schade, dass nur 30 Karten mit 60 Aufgaben enthalten sind, denn so ist das Spielvergnügen schnell vorbei. Denn der Spielreiz ist deutlich geringer, sobald man alle Aufgaben einmal gelöst hat. Auch wenn ich persönlich diesen Spielstand noch nicht erreicht habe. Für Schachspieler, die es gewohnt sind einige Züge im Voraus zu denken, sind die Aufgaben von Solitaire Chess nicht sehr fordernd, so lautete die Aussage eines derartigen Spielers. Aber Spaß gemacht hat es diesem Spieler trotzdem.

 

 

Vielen Dank an Griffiths Consulting und HCM Kinzel für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Spiel: Solitaire Chess
Autor: Vesa Timonen
Verlag: HCM Kinzel
Anzahl: 1 Spieler
Alter: ab 8 Jahre
Dauer: hängt von der Fähigkeit des Spielers ab
Jahr: 2011
Preis: ca. 19,90 Euro (Stand 02.12.2011)

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